ZUHÖREN
SHALOM-MUSIK.KOELN 2026 lädt ein: zum Zuhören – und zum Zusammenkommen.
Ab dem 1. September wird Köln zehn Tage lang zur Bühne: Künstlerinnen und Künstler aus unterschiedlichen Traditionen und Generationen begegnen sich in Konzerten, die jüdische Musik in ihrer ganzen Vielfalt hörbar machen – mal leise und konzentriert, mal kraftvoll und voller Energie.
Zwischen Tradition und Gegenwart entstehen besondere Momente: Musik, die verbindet, die bewegt und die Raum lässt für neue Erfahrungen. Unsere Künstlerinnen und Künstler freuen sich auf das Kölner Publikum – auf neugierige Zuhörerinnen und Zuhörer, auf gemeinsame Augenblicke und echte Begegnungen.
Eröffnungskonzert
Dienstag, 1. September 2026
Jiddische Evergreens
Mittwoch, 2. September 2026
Jazz meets Klassik
Donnerstag, 3. September 2026
Mottotag: Zuhören
Freitag, 4. September 2026
Beim Klang des Schofar
Samstag, 5. September 2026
Langer Tag mit jüdischer Musik
Sonntag, 6. September 2026, ab 11:30 Uhr, div. Spielorte | EINTRITT FREI
Mehr als 40 Musikerinnen und Musiker, 15 Spielorte und über 50 Kurzkonzerte mitten in Köln: Der Lange Tag mit jüdischer Musik lädt dazu ein, die Stadt einen Tag lang mit offenen Ohren zu entdecken. Das Programm reicht von Alter Musik und Klassik über Klezmer und Folk bis zu Jazz und Avantgarde, von der Synagoge bis zum Kölner Dom. Der Eintritt ist frei.
Die Kurz-Konzerte dauern max. 20 Minuten und werden mehrmals gespielt. So können Sie ganz nach Lust und Neugier von Ort zu Ort ziehen und im Laufe des Tages möglichst viele unterschiedliche Künstlerinnen, Künstler und musikalische Traditionen erleben. Nur das Auftaktkonzert in der Synagoge, das Carillonkonzert und das Abschlusskonzert im Kölner Dom finden jeweils einmal statt. Die im Programm genannten Uhrzeiten bezeichnen den Beginn der Konzerte.
An Ihrer ersten Spielstätte erhalten Sie ein Festivalbändchen. Es zeigt, dass Sie zum Langen Tag gehören, und erleichtert den Zugang zu den beteiligten Spielorten, insbesondere in den Museen.
Dank unserer Förderer können alle Konzerte kostenfrei besucht werden. Da die Plätze an einigen Orten begrenzt sind, entscheidet die Reihenfolge der Ankunft. Ist ein Konzert bereits voll, beginnt meist schon kurze Zeit später die nächste Aufführung oder Sie entdecken einfach einen anderen Spielort. Bitte helfen Sie mit, einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen.
Festivaltreffen
Montag, 7. September 2026
Offenbachs Geheimnis
Dienstag, 8. September 2026
Shura Lipovsky & Ensemble Novaya Shira
Mittwoch, 9. September 2026
Abschlusskonzert mit Dame Emma Kirkby
Donnerstag, 10. September 2026
URAUFFÜHRUNGEN 2026
NEUE JÜDISCHE MUSIK
DIE URAUFFÜHRUNGEN IN SHALOM-MUSIK.KÖLN
Gleich drei Uraufführungen gibt es im Festival SHALOM-MUSIK. KOELN 2026 zu hören, und sie könnten unterschiedlicher kaum sein. Das starke Bindeglied dabei: Bar Zemach, Hornist und Schofar-Spieler.
Für das Eröffnungskonzert in der FLORA hat Shay Cohen vier Gedichte der großen Kölner Poetin Hilde Domin für Männerchor, Horn und Klavier vertont. Cohen versteht sich als musikalischer Poet und setzt seine Erfahrung als Bühnenkomponist für die Vermittlung von Hilde Domins Lyrik ein.
Der amerikanische Komponist Gerald Cohen hat sein Stück Hineni – Here I am für Schofar, Klavier und Streichorchester für das Programm mit dem Jewish Chamber Orchestra Hamburg geschrieben. Es bezieht sich auf das biblische „Hier bin ich“, in dem der Betende sich ganz in den Dienst Gottes stellt.
Gilad Hochmans In Memoriam für Schofar und Klavier nimmt seinen Ausgangspunkt im Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023. Aus der Klage über dieses konkrete Ereignis entwickelt sich eine Trauermusik, die den Blick auf menschliches Leid weitet und Raum für Erinnerung und Anteilnahme schafft. Zu hören am „Langen Tag mit jüdischer Musik“ im Bechstein Forum.
Die Vertonung der Gedichte von Hilde Domin erfolgte mit freundlicher Genehmigung des S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main. Die Uraufführungen der Kompositionen von Gerald Cohen und Gilad Hochman werden ermöglicht durch die KUNSTSTIFTUNG NRW.
SHALOM-MUSIK GOES SCHOOL
Jüdische Musik und Begegnung im Klassenzimmer
Ein besonderes Vermittlungsprojekt bringt jüdische Musik direkt in zwei Kölner Schulen. Bar Zemach und ein Quartett des Jewish Chamber Orchestra Hamburg besuchen die Geschwister-Scholl-Realschule in Ehrenfeld und das Apostelgymnasium.
Im Mittelpunkt steht der Schofar, eines der ältesten Blasinstrumente der Welt und seit Jahrtausenden Teil der jüdischen Tradition. Bar Zemach erzählt von seiner Bedeutung, von seiner persönlichen Verbindung zu dem Instrument und von der Geschichte seines Großvaters. Gemeinsam mit dem Streichquartett lässt er jüdische Musik in ganz unterschiedlichen Klangfarben lebendig werden.
Die Jugendlichen hören dabei nicht nur zu. Sie können Fragen stellen, mit den Musikerinnen und Musikern ins Gespräch kommen und selbst aktiv werden. So entsteht ein unmittelbarer Zugang zu jüdischer Kultur, der Neugier weckt und persönliche Begegnung möglich macht.
Ermöglicht wird das Projekt durch die RheinEnergieStiftung Kultur, die sich für die kulturelle Bildung junger Menschen engagiert.
Ein Schulvormittag, der Musik, Geschichte und Begegnung miteinander verbindet.